Was ist Resin?

Am häufigsten sind in der Modellbauszene die Spritzgußmodelle zu sehen. Die Spritzgußmodelle haben für den Hersteller den Vorteil, dass durch dieses Verfahren eine große Serienproduktion gewährleistet werden kann. Die Gießäste sind sauber sowie ohne Grat gegossen und lassen sich problemlos Zuhause von jedermann bearbeiten. Es ist nur ein geringer Werkzeugaufwand zum bauen eines Spritzgußmodells nötig. In der Regel reichen hier ein kleiner Seitenschneider oder Teppichmesser und eine Feile schon aus. Bedingt durch die hohen Stückzahlen liegen die Preise für "normale" Bausätze auf dem Markt im Bereich bis 50,00 €. Dabei gehe ich von den Maßstäben 1:35 aus. Aber wo liegt jetzt der Unterschied zwischen dem Spritzgußmodell und einem Resinmodell?

Dazu müssen wir erst einmal klären was Resin ist.

Resin ist ein Gießharz welches aus zwei Komponenten besteht und schnell aushärtet. Dieser Werkstoff wird hauptsächlich von Kleinserienherstellern verwendet, da für die Spritzgußtechnik der Aufwand an Maschinen für "Familienunternehmen" zu groß und zu teuer ist. Für das Spritzgußverfahren müssen für jedes Modell extra Formen aus Aluminium hergestellt werden. Dies ist bei Resin anders, da der Kleinserienhersteller ein Urmodell erstellt und davon anschließend eine Form aus Silikon anfertigt.

Nun können anhand dieser Silikonformen beliebig viele Modelle produziert werden. Der große Vorteil bei Resin ist, das die Modelle besser und reichhaltiger detailliert werden können als herkömmliche Spritzgußmodelle. Die Nachteile liegen hier am Werkstoff selber. Die Resinteile werden nicht in einem Gießrahmen (siehe oben beschriebenes Spritzgußverfahren) geliefert, sondern in Tütchen verpackt. Hier kann schon mal ein Teil gebrochen sein oder fehlen. Wegen fehlender Teile muß man sich aber keine Gedanken machen, da meistens eine E-Mail an den Hersteller/Händler reicht und dieser die Teile kostenfrei zuschickt.

Die Verarbeitung von Resinteilen weicht werkstoffbedingt vom Spritzguß ab, da Resin mit Sekundenklebern geklebt wird. Es kann auch schon einmal vorkommen, das in dem Werkstück ein Lufteinschluß ist und dieser mit Spachtelmasse oder einem Wachsspachtelgerät verschlossen werden muß.